
Nein, das ist nicht Grobi - der Schlamm scheint noch andere Fahrzeuge in der Gegend überrascht zu haben!
Ich habe die letzten Tage nichts geschrieben, weil ich ehrlicher Weise gar keine Lust dazu hatte... wir scheinen das Pech leider momentan gepachtet zu haben und das wollte ich erst mit ein paar Tagen Abstand teilen!
Nachdem wir eine Woche auf dem Hinterhof der Werkstatt in Patagonia, Arizona, auf die Ersatzteile aus Deutschland gewartet haben, hat auch die 186ste Call Center Dame von UPS irgendwann eingesehen, dass wir als Touristen keine amerikanische Tax-ID haben, die in das Formular xyz hinein passte, um die Teile durch den Zoll zu bekommen. Wir konnten also am Montag die Teile abholen und unserem Mechaniker bringen. Nach zwei oder drei herzhaften Flüchen hat der alte Mann leider festgestellt, dass er Grobi nicht reparieren kann, da sein Werkzeug dafür nicht ausreichte. Mittlerweile waren die Schwiegereltern, die uns ohnehin besuchen wollten, in Patagonia eingetroffen und haben uns seither begleitet.
In Tucson versuchte sich dann eine professionelle, größere Werkstatt daran. Sie brauchte länger als einen Tag, wir mussten in das Wohnmobil der Schwiegereltern zum Übernachten kriechen. Als wir mit einem scheinbar reparierten Grobi losfuhren, quietschte und knirschte es überall. Nach der 5ten Probefahrt konnten uns die Mechaniker überreden, dass alles gut sei und sich das noch geben würde. Auf dem nächsten Campingplatz nach 200 Kilometern stellten wir dann fest, dass wir kräftig mit Öl um uns gespritzt hatten und der gesamte hintere Teil schwarz gesprenkelt war. Also, am nächsten Morgen auf zur nächsten Werkstatt - dieses Mal noch größer und in Phoenix. Das dicke Ende: die vorherige Werkstatt hatte den Einbau falsch durchgeführt und uns somit die neuen Teile und höchstwahrscheinlich sogar das Differenzialgetriebe kaputt gemacht. An eine Weiterfahrt mit Gobi war nicht zu denken.
Jetzt warten wir wieder seit Tagen darauf, dass wir neue Ersatzteile bestellen, die neue Werkstatt die Reparatur vornehmen kann und wir uns mit der vorherigen Werkstatt auf ein Vorgehen und Kostenthemen einigen.
Wir sind alle möglichen Emotions-Phasen durchgegangen und haben beschlossen, dass wir uns nicht aufhalten lassen und uns in den nächsten Tagen zumindest ein paar geplante Sehenswürdigkeiten anschauen. Also, wieder Mietwagen und Hotel suchen (auch nicht so einfach wie gehofft in Phoenix). Eine Nacht haben wir schon in einem Motel und die Schwiegereltern auf dem dazugehörigen Parkplatz zwischen Trucks verbracht.
Wie eine Busfahrerin uns als Weisheit mitteilte: somebody has to win - make sure it's not them!
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Die Albertsens (Sonntag, 17 März 2019 21:16)
Ihr Lieben,
oh man, was für eine Sch... aber: wie sagte doch Roosevelt so schön: „A smooth sea never made a skilled sailor“!
Drücken Euch von Herzen die Daumen, dass alsbald die Glückssträhne beginnt!
Gruß Sascha
Nils W. (Montag, 18 März 2019 10:13)
Hast du Schei*e am Fuss, hast du Schei*e am Fuss. (Zitat: Andi Brehme)
Tipp für die Wartezeit: Mietwagen und fahrt ein Stück der ursprünglichen Route66 zwischen Seligman und Kingman. Das entspannt.
@Gerrit: Wenns schon Schei*e läuft, muss man auch keine Schei*e trinken. Bier mit Tomatensaft? Allein die Idee ist wahnsinnig.
@Louis: Wenn du aufgrund längerer unbeabsichtigter Wartezeiten plötzlich keine Matheaufgaben mehr hast, versorge ich dich gerne mit Nachschub.