Wieder in unserem Element!

Am vergangenen Donnerstag war es endlich so weit: alle Ersatzteile waren da, die Reparatur gelungen, Hotel und Mietwagen beendet, unser Konto einmal kräftig durchgeschüttelt und genügend Vorräte für ein paar Tage "offline" gekauft!

 

Wir sind direkt raus aus der Stadt an den Apache Lake gefahren, an dem ich schöne Campgrounds gefunden hatte. Dass der Weg dorthin wieder eine Herausforderung werden würde, konnte ich leider nirgends nachlesen. Nach etlichen Kurven auf Asphalt folgte eine Bergstraße mit noch mehr Kurven (wesentlich enger als vorher) und Sand und Schotter als Untergrund. Auf Gerrits kurzes Gemurmel:"Irgendwie bin ich dafür noch nicht wieder bereit!" konnten wir kaum reagieren - Umdrehen leider nicht möglich! Als die Bergstraße anfing, haben wir ein Schild mit einer Warnung für Fahrzeuge über 40 Fuß Länge gesehen. Wir haben 39,... Fuß - passte also. Als die Bergstraße sich dem Ende näherte und wir bereits über 4 Brücken gefahren waren, die bedenklich aussahen (stand aber nichts dran), haben wir ein Warnschild gesehen, das für die Einfahrt von der anderen Seite aus auch Fahrzeuge über 10 Tonnen verbot! Ups, da sind wir mit 17 Tonnen leicht drüber. Aber: nichts gewusst, nichts passiert!

 

Auf jeden Fall haben wir einen wunderschönen Campingplatz direkt am See gefunden und unsere Seele baumeln lassen... Radfahren, mit unserem Kanu fahren, Grillen und den Tag bei einem Feuer ausklingen lassen gehörten jeden Tag dazu, 5 Tage lang - herrlich! Wir konnten fühlen, wie sich unsere Nerven langsam geglättet haben und wir in unseren Outdoor-Alltag zurückgekehrt sind.

 

Wir haben wieder supernette Menschen kennengelernt und uns von Bill (einer der älteren Nachbarn) mit seinem Schnellboot zur Marina bringen lassen. Dort haben wir ein Ponton-Boot gemietet und sind einen ganzen Tag auf dem See herumgeschippert. Etwas besseres hätte man nicht machen können, denn es sind hier mittlerweile jeden Tag über 30 Grad Celsius.

 

Ansonsten werden wir hier täglich von einem Murmeltier gegrüßt, seitdem wir in den USA sind, in Person von Luis :-)! Täglich mault er 10 Minuten, wenn er Schule machen muss, bringt die gleichen Gründe, warum er dazu keine Lust hat, wir bringen die gleichen Argumente, warum das egal ist und so weiter, bis wir dann starten können. Aber er hat tatsächlich schon 5 Arbeiten abgegeben und sogar einen mündlichen Test gemacht, wir kommen also voran!

 

Heute (Dienstag) sind wir weiter gefahren und treffen uns am Wochenende mit befreundeten Deutschen, die hier leben und ebenfalls ein "Biest" (Expeditions-LKW) besitzen. Mit ihnen werden wir wieder an die Küste fahren und dort nach der Einsamkeit bei kühlerem Wetter die Gemeinschaft genießen.

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Kommentare: 2
  • #1

    DUZ (Mittwoch, 10 April 2019 11:12)

    Na endlich!
    Das macht richtig Spaß Euch zu begleiten - auf kühlem Wasser, zwischen ansehnlichen Bergen und mit "hängender Seele". Sehr schöne Fotos!
    Mir fällt gerade ein: " Unrasiert und fern der Heimat, fern der Heimat unrasiert..."
    Noch ein Zitat: "Keinen einzigen Tag könnte ich so aushalten..." (O-Ton: Mutti)

  • #2

    Birgit u Franz (Freitag, 12 April 2019 22:32)

    Hi! Das ist schön, das ihr wieder vereint reist. @ Gerrit: Birgit hat dich gerade auf deinem whatsapp Foto mit Bart nicht erkannt � fast wie Arni. Ja, wir diskutieren auch viel mit dem kleinen Luis. Wir hofften, dass wird besser. Ihr habt uns die Hoffnung genommen. Machst gut derweil, bussl aus Wien. BuFuLuL