Von Aliens, amerikanischer Kunst und alltäglichen Abenteuern

Wir sind wieder in Vegas! Was nicht hier ist, sind die Reifen für Grobi...der Verkäufer hat sie spät losgeschickt und so vertrödeln wir hier eine Woche in der Nähe, weil wir sie nicht wieder weiter an den nächsten Ort schicken wollen. Die Westküste muss also noch warten!

 

Auf unserer Trödeltour haben wir schon vor einer Woche eine Nacht in Vegas verbracht. Weil wir so kurzfristig dran waren, haben wir eine sehr günstige Nacht im Bellagio ergattert, dafür dann aber im Eataly unverschämt teure, aber gute italienische Leckereien gekauft. Nachdem uns das Getümmel auf dem Strip zu viel war, sind wir einfach auf unser Zimmer gegangen und  haben bei Büffel-Mozzarella, frischem Brot und Rotwein stundenlang die Fontäne bewundert. Gerrit konnte gar nicht genug bekommen von dieser Szenerie :-)!

 

Aus Vegas raus haben wir einen großen Bogen um die Area 51 gezogen, sind auf dem "extraterrestrial Highway" gefahren und haben Ausschau nach Außerirdischen gehalten. Außer ein paar Stories, Fotos und einer Anlage zur Messung von Strahlen bei dem Diner, bei dem wir auf dem Parkplatz übernachten durften, haben wir aber nichts gefunden. Dafür hat sich uns einmal mehr die unendliche Weite dieses Landes gezeigt und dass man tatsächlich meilenweit keine Menschenseele treffen muss.

 

Auf dem Weg haben wir bei einigen Kunststätten gehalten und uns amerikanische Kunst angesehen. Angefangen haben wir bei dem "international car forest", der uns - zugegeben - am besten gefallen hat. Da haben Künstler einfach ein paar Autos oder Busse in den Boden gerammt, diese teilweise mit Graffitis besprüht und dann verrosten lassen. Grobi haben wir einfach mal auf ein paar Fotos mit dazu gestellt ;-)!

 

Geisterstädte, alte Minen und etwas Kitsch haben wir auch noch besichtigt, bevor wir langsam wieder zurückgekehrt sind. Unsere nächtlichen Stellplätze waren wieder ganz einsam und abgeschieden. Bei einem Stellplatz waren wir uns unsicher und haben kurz in einer Seitenstraße angehalten. Da kam auch schon ein Sheriff-Wagen auf uns zu, das Fenster ging runter und ein Polizist fragte uns in schönstem hessischen Akzent:"Hallo, seid ihr etwa verloren?" Und dann hat er uns einen Stellplatz bei einer verlassenen Mine empfohlen und ist uns auch noch dahin gefolgt, um sicher zu stellen, dass es uns da gut geht. Ich muss gestehen, ich wäre diesen Sand-Schotter-"gleich-bin-ich-einfach-so-zu-Ende"-Weg nie gefahren ohne ihn! Erneut eine total nette Begegnung in diesem Land freundlicher Menschen...

 

Zurück in Vegas sind wir heute positiv überrascht worden: die Reifen sind mit einer Woche Verspätung da, die Werkstatt zieht sie gerade auf und wir genießen >30 Grad am Pool, bzw. in einer der riesigen Hotel-/Casino-Anlagen, bevor wir morgen weiter fahren. San Francisco ist gebucht und wir müssen Strecke aufholen.

 

Um euch mal unseren Alltag näher zu bringen, habe ich ein paar Fotos angehängt, die unseren typischen Tagsablauf zeigen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Nadja & Co (Samstag, 01 Juni 2019 22:59)

    Das Sonnenuntergang-Flip Flop-Foto gefällt mir besonders gut! Wünschen euch einen ereignisreichen Trip an die Westküste und freuen uns auf die nächsten Fotos und Berichte. Fühlt Euch gedrückt!!!