
Wow, Yellowstone und Grand Teton haben uns echt umgehauen! Wenn wir uns die nördlichen USA vorgestellt haben, dann genauso wie wir sie da gesehen haben... unglaublich saftige Wiesen, tiefblaue Flüsse, dunkelgrüne Wälder und schneebedeckte Berge! Einige von euch würden jetzt zu Recht sagen, dass es das so auch in Deutschland oder Österreich gibt. Allerdings kommen hier noch die wilden und für uns dann doch ungewöhnlichen Tiere dazu, die der ganzen Atmosphäre den Wildnis-Stempel aufdrücken. Wir werden oft von den Amis hier gefragt, was uns am besten gefallen hat. Bis heute war unsere Antwort immer, dass wir das nicht so genau sagen können, jede Landschaft, jeder Nationalpark hatte etwas Besonderes. Ab heute verblasst das jedoch gegen Yellowstone und Grand Teton und wir sind sehr froh, dass wir diesen großen "Abstecher" nach Norden noch gemacht haben!
Wir haben eine Woche hier verbracht und waren dabei körperlich sehr aktiv (bin erstaunt, dass wir Büromenschen das so ohne größere körperliche Schmerzen wuppen, aber es geht). Wir hatten wunderschöne Stellplätze, wenn auch auf den Campgrounds nie ohne Gerede über unseren Truck. In dem Örtchen Jackson Hole konnten wir kaum unsere Einkäufe auf dem Supermarkt-Parkplatz verstauen, so viele freundliche Menschen haben Grobi bewundert und uns herzlich willkommen geheißen!
Gerrit haben im Park am besten die Geysire gefallen - wer hätte das gedacht, bei seiner Leidenschaft für die Brunnenfontänen in Las Vegas ;-)! Bei einem haben wir tatsächlich zwei Stunden ausgeharrt, bis er ausgebrochen ist - aber das hat sich dann auch gelohnt. Die Hot Springs waren auch nicht zu verachten, vor allem die unterschiedlichen Farben der Gesteine/des Bodens/der Gewässer. Fotos dazu findet ihr natürlich weiter unten. Mir fiel es schwer, eine Auswahl zu treffen, aber ich muss gestehen, irgendwann wusste ich nicht mehr, welches Foto zu welchem Geysir (hier gibt es mehr aktive als in Island), heißer Quelle oder Schlammloch gehört. Also, seht mir bitte nach, dass ich keine Namen nenne...
Luis hat am besten gefallen, dass er bei Audible eine Hörbuch-Reihe gehört hatte, die im Yellowstone NP stattgefunden hat. Er kannte also schon Orte, Naturwunder und Tiere, bevor wir sie gesehen haben. Überall konnte er etwas wiedererkennen und uns erzählen.
Für mich waren die Farben, die Flüsse und tatsächlich die Berge am beeindruckendsten. Deshalb habe ich diesen Blog auch "Augenschmaus" genannt, weil ich mich gar nicht satt sehen konnte.
So, was haben wir gemacht? Wir sind auf Pferden ausgeritten: Highlight für Gerrit und Luis, die das noch nie gemacht haben - es hat ihnen gefallen und ich war glücklich (Pferdenarr in der Kindheit). Wir sind > 10 Kilometer am Stück gewandert und haben dabei Bison- und Bärengebiet durchquert. Immer ausgerüstet mit Bärenspray, weil das hier jeder (auch Einheimische) so macht. Wir haben in der Wildnis übernachtet, um endlich doch einen Bären aus der "Nähe" zu sehen. Ist uns leider nicht gelungen, daher gibt es nur ein Foto von ganz weit weg. Nicht einmal die Überwachungskameras, die wir an Grobi draußen anbringen können, haben einen nächtlichen Tierbesuch registriert. Wir haben geschossen! Auf dem Weg zu einem entlegenen Übernachtungsplatz sind wir an einem Junggesellen-Abschied vorbei gekommen. Die Jungs hatten Spaß, wollten uns ihren Platz für die Nacht überlassen und haben gerade mit einer Schrotflinte auf Tontauben geschossen. Kurzum, wir wurden zum Ausprobieren eingeladen und sowohl Gerrit als auch ich haben direkt beim ersten Schuss getroffen :-)! Das wurde zwar mit Gejohle belohnt, blieb leider aber auch beim einzigen Treffer, alle weiteren gingen daneben. Als Luis es ausprobieren sollte (keine Sorge, es war ein sehr verantwortungsvoller älterer Mann dabei, der alles genau erklärt hat), kam tatsächlich ein Ranger-Wagen um die Kurve und wir konnten Luis gerade noch die Flinte und die Ohrstöpsel abnehmen. So ist er um einen Probeschuss herumgekommen, fand er aber auch nicht so schlimm.
Welche Tiere haben wir gesehen? Bären (zwei an der Zahl, aber aus weiter Entfernung. Ein niederländisches Pärchen, das wir kennen gelernt haben, konnte eine Bärenmama mit zwei Jungen filmen, die neben ihrem Campground einen Fluss durchschwommen haben), Bisons, Schlangen, Elche (Elk) und echte Elche (Moose) und mal wieder Murmeltiere.
Fazit: für uns der schönste Flecken Erde in den USA, den wir gesehen haben, und ein echtes Highlight zum nahenden Abschluss. Jetzt verbringen wir den Unabhängigkeitstag in Utah, fahren dann in die Canyonlands und den Arches-Nationalpark, bevor wir dann hoffentlich die letzten Tag im Juli noch gechillt am Strand verbringen.
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Nadja & Co (Donnerstag, 04 Juli 2019 20:55)
Wow! Durch Euch lernt man die USA noch einmal ganz neu kennen, tolle Bilder! Genießt die letzte Zeit, wir freuen uns schon sehr auf Euch!!!
Karin W. (Donnerstag, 04 Juli 2019 22:40)
Hey das wird ja echt immer toller- die Sinterterassen sind grandios, und die Geysire auch und die Berge auch, und die Farben.......Eure Bilder sind toll!!!.....Wow über Wow!! Bringt Ihr die vielen Eindrücken denn überhaupt noch unter in Euch?
Herzliche Grüße und schickt noch ganz viele solcher Fotos in der verbleibenden Zeit!!!!